Verkehrsregeln für deinen USA Roadtrip

Von Romy - USA TRAVEL am

Wer eine Rundreise durch die USA plant, sollte sich vorab mit den wichtigsten Verkehrsregeln und Gepflogenheiten vertraut machen. Grundsätzlich fahren US-Amerikaner:innen eher entspannt – Großstädte wie Los Angeles oder New York einmal ausgenommen. Allerdings herrscht deutlich weniger Spurdisziplin, was gerade zu Beginn ungewohnt sein kann.

Internationaler Führerschein

Ein internationaler Führerschein wird grundsätzlich empfohlen, ist jedoch meist keine Pflicht. Besonders in touristischen Regionen wie Kalifornien oder Florida reicht der europäische Führerschein im Kartenformat in der Regel aus.
In manchen Bundesstaaten, wie zum Beispiel, Georgia ist ein internationaler Führerschein verpflichtend. Ihr werdet von uns selbstverständlich im Vorfeld informiert, welche Dokumente ihr benötigt.

Der internationale Führerschein kann bei der Führerscheinstelle oder beim Bürgeramt beantragt werden. Er kostet ca. 15 Euro und wird meist direkt ausgestellt. In der Regel benötigt ihr euren Führerschein sowie ein Passfoto. Informiert euch hierzu am besten bei der zuständigen Behörde.

Ampeln

In den USA befinden sich Ampeln entweder direkt über der Kreuzung oder – anders als in Europa – hinter der Kreuzung. Es gibt kein Gelb zwischen Rot und Grün. Die Ampel schaltet direkt von Rot auf Grün. Die Gelbphase existiert nur beim Wechsel von Grün auf Rot.
Rechts abbiegen bei roten Ampeln
In den meisten Bundesstaaten darf man bei Rot rechts abbiegen, sofern kein Schild mit „No Turn on Red“ dies verbietet.
Ablauf: Anhalten - Verkehr von links prüfen - Vorsichtig abbiegen

Das seht ihr auch noch einmal unten auf dem Bild.

Vorfahrt

Ein „Rechts vor Links“ existiert in den USA nicht. An unbeschilderten Kreuzungen gilt: „First come, first served.“ – Wer zuerst ankommt, fährt zuerst. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut, erfordert aber Aufmerksamkeit.

Spurwechsel

Ein striktes Rechtsfahrgebot wie in Deutschland gibt es nicht. Zwar wird häufig rechts gefahren, aber das Motto lautet oft: „Stay in your lane.“ Häufige Spurwechsel werden nicht gern gesehen.

Rechts überholen

In den USA ist Rechtsüberholen erlaubt. Dies sorgt für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss. Generell sind amerikanische Autofahrer sehr rücksichtsvoll.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Geschwindigkeiten werden in mph (Meilen pro Stunde) angegeben.

  • Innerorts: 24–35 mph (ca. 40–55 km/h)
  • Außerorts: 65–75 mph (ca. 105–120 km/h)

Je nach Bundesstaat können die Werte abweichen. Achtet stets auf die ausgeschilderten Limits oder informiert euch beim Mietwagenanbieter.

Maut

Rund um Großstädte sowie auf wichtigen Highways wird häufig Maut erhoben. Da Tourist:innen meist keine Mautplakette besitzen, muss man an vielen Stationen anhalten und bezahlen.

Viele Mietwagenanbieter nutzen jedoch Transponder. Ihr fahrt dann einfach langsam durch die Mautstation, werdet erfasst, und die Gebühr wird über den Vermieter von eurer Kreditkarte abgebucht. Alternativ bieten Anbieter Mautpakete („Flatrates“) an. Ob sich dies lohnt, hängt stark von eurer Route ab. In Florida lohnt es sich erfahrungsgemäß fast immer.

Parken

Parken ist außerhalb großer Metropolen unproblematisch. Parkplätze und breite Seitenstreifen sind meist reichlich vorhanden. In Großstädten raten wir jedoch vom Fahren ab.

Besonderheit: Farbmarkierungen an Bordsteinen

  • Weiß: 5 Minuten während der Geschäftszeiten
  • Grün: Kurzparken 10–30 Minuten (Zeit steht meist aufgesprüht)
  • Gelb: Ladezone / Rettungsfahrzeuge; Fahrer:innen müssen im Auto bleiben
  • Blau: Nur für Personen mit Behinderung
  • Rot: Absolutes Halteverbot

Tanken

Tanken ist etwas anders als in Europa:
Man zahlt vorab – entweder an der Zapfsäule oder im Tankstellen-Shop.

  • Kreditkarte: Einfachste und schnellste Methode. Die Karte wird nur mit der tatsächlich getankten Menge belastet.
  • Prepaid beim Kassierer: Ihr nennt den gewünschten Betrag. Ist der Tank vorher voll, wird nur der reale Verbrauch abgerechnet.

Alkohol

In einigen Bundesstaaten gilt ein absolutes Alkoholverbot für Fahrer:innen. Die Promillegrenze variiert, liegt aber meist bei 0,8 Promille. Offene oder sichtbare Alkoholbehältnisse im Innenraum sind in vielen Staaten verboten. Bewahrt Alkohol daher am besten im Kofferraum auf.

Wie ihr seht ist das Fahren in den USA kein Hexenwerk. Es gibt Kleinigkeiten, die anders sind als bei uns. Wenn ihr diese beachtet steht eurem Roadtrip nichts mehr im Weg. Habt ihr Pläne bei denen wir euch unterstützen dürfen?

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