Kevin in New York Tag 4 – Bootstour, Pizza und SoHo

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Der vierte Tag begann relativ entspannt. Aufstehen. Duschen. Frühstück. Ab in die Bahn. Da Ich ein Ticket für die City Sightseeing Tour hatte, bekam Ich auch gleichzeitig freien Zugang zur Boat Sightseeing Tour. Zu anfangs war Ich dem relativ skeptisch eingestellt, ähnlich wie der Bustour gegenüber (was sich im Endeffekt als falsch herausgestellt hatte).

City Sightseeing Boat Tour

Mit der Subway bin Ich dann zum Times Square gefahren und die paar Blocks bis zu den Peers runtergelaufen. Das kleine Fischerhaus für die City Sightseeing Boat Tour liegt am Peer 78, wirklich nicht schwer zu finden. Wie Ich nach der Tour rausgefunden habe, kommt man hier auch ganz bequem und kostenlos mit Gray Line Bussen hin und weg. Kurz nach 11 war da noch nicht viel los. „Prima“ dachte Ich mir, „scheint ja nicht so beliebt zu sein“. 20 Minuten später war der Schuppen allerdings vollgepackt mit allen möglichen Variationen von Touris, mich eingeschlossen. Um viertel vor 12 haben wir dann abgelegt. Der Tourguide war ein lustiger Mitt-50er, der das ganze lustig vortrug.

Die Peers liegen auf der westlichen Seite, also am Hudson River. Von da aus ging es in Richtung Süden, mit Hoboken und New Jersey auf der rechten und Meatpacking und TriBeCa auf der linken Seite. Direkt am Anfang bekam man auch einen guten Ausblick auf „New City“, eine kleine aber stetig wachsende Skyline in South Jersey. Am Financial District macht man dann eine Kurve um Manhatten, vorbei an Brooklyn und dann schließlich Queens. Der Blick auf die Skyline hat noch mal eine andere Qualität, als vom Heli aus oder in Manhattan selbst. Man bekommt z.B. ein gutes Gefühl für die Höhe des neuen World Trade Centers. Auf Höhe der Queensboro Bridge dreht man dann um und fährt an der Statue of Liberty und Ellis Island vorbei. Die Sicht auf Brooklyn und Queens sollte man sich nicht entgehen lassen, insbesondere weil Viertel wie Williamsburg derzeit stark pulsieren. Vor der Statue of Liberty wird extra eine Pause eingelegt und gewendet, damit die Passagiere auf beiden Seiten genug Zeit haben, um Bilder zu machen. Vom Wasser aus hat die Skyline und generell Manhattan eine ganz andere Wirkung. Konnte Ich das ganze schon aus der Luft verfolgen, versteht man den Einwanderer-Charakter von New York vom Wasser aus ganz anders. Wer also Tickets für die Bus Tour hat, sollte die Boat Tour direkt mitmachen. Damit kann man super einen halben Tag ausfüllen.

John’s Pizza

Geplant war an dem Tag ja eigentlich noch Grimaldi’s Pizza, unter der Brooklyn Bridge. Der Tour-Guide empfahl allerdings John’s Pizza in der Bleeker Street (Greenwich Village), was dann zufällig ziemlich nah lag. Die Bleeker Street befindet sich in Greenwich Village und ist vollgestopft mit interessanten Restaurants und Bars. John’s Pizzeria besteht eigentlich aus verkratzten Möbeln, in die hunderte von Menschen Ihre Namen und Liebesbotschaften geritzt haben. Aufgehübscht wird das Ganze von ein paar großen Bildern, die zwar mit Pizza nix am Hut haben, aber ganz nett rüberkommen. Hier ein ganz toller Tipp: Wenn Ihr eine Pizza bei John’s bestellt, seid Ihr besser zu zweit. Alleine bekommt man die Scheibe in Größe einer Autofelge nämlich nicht gebändigt. Dafür schmeckt das Teil verdammt gut. Nur die Klimaanlage war typisch amerikanisch zu sehr aufgedreht, weshalb Ich meine Pizza mit Jacke gegessen habe. Ich denke, das war eine gute Alternative zu Grimaldi’s.

SoHo und Aurora

Von der Bleeker Street aus sind es dann auch nur noch ein paar Blocks bis SoHo (South of Housten Street. Jetzt ratet mal, was NoHo bedeutet). Das Viertel galt einst als Designer- und Gallerienhochburg, an dessen Stell jetzt angeblich Williamsburg stehen soll. Naja. Klar gibt es mittlerweile auch in SoHo einen „kommerzialisierten“ Teil mit Geschäften von Bloomingdales bis H&M. Allerdings empfehle Ich trotzdem jedem, der nach New York geht, dem SoHo abseits des „Mainstreams“ einen Besuch abzustatten. Immer noch finden sich unzählige kleine Designer-Boutiquen, coole Bars und Restaurants, die es wirklich Wert sind gefunden zu werden. Dafür kann man ruhig einen Tag einplanen, wenn man ein bisschen Zeit mitbringt. Dabei solltet Ihr nicht entlang der Hauptstraße gehen, sondern das kleine Viertel nach Bauchgefühl zu durchwandern. Sowieso sieht SoHo mehr aus wie ein kleines italienisches Dorf, als ein Teil von Manhattan, New York. Das Straßenmuster folgt zwar trotzdem größten Teils einem Schachbrett, aber die Häuserfassaden geben ein mediterranes Bild ab.

Zum Abendessen blieb Ich dann auch direkt in der Ecke. Ein guter Freund hat mir empfohlen im Aurora zu essen, was mal wieder ein super Tipp war. Das Aurora bietet italienische Küche und ein super Preis/ Leistungsverhältnis. Das Personal ist nett und der Besitzer kommt einen auch gerne mal persönlich begrüßen und schaut nach dem Rechten. Aber auch das Essen selbst kann sich sehen lassen: typisch einfache Gerichte mit tollem Geschmack kommen hier auf den Teller. Die Einrichtung ist eher rustikal, passt aber zu dem mediterranen Ambiente.

Danach kann man sich in einer der vielen kleinen Bars im Norden SoHo’s noch einen Cocktail zu Gemüte führen, oder einfach weiter durch das kleine Viertel streifen und versteckte Boutiquen suchen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

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