Ein neuer Park auf Stelzen auf dem Hudson River

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Der Milliardär Barry Diller lässt am Ufer Manhattans auf dem Hudson River einen neuen Park auf Stelen errichten. Ähnlich beeindruckend wie die Konstruktion sind allerdings auch die Baukosten für das "Little Island" genannte Projekt, das nach seiner Fertigstellung allen New Yorkern und Besuchern zu Gute kommen soll.


Das New York von der Corona-Pandemie besonders stark getroffen wurde ist kein Geheimnis. Der Gouverneur der Bundesstaats New York Andrew Cuomo hat bereits eine New York Kunst-Offensive angekündigt, um die angeschlagene Kultur- und Freizeit-Branche dieser doch sonst so pulsierenden Stadt wiederzubeleben.

 

Bereits im Sommer diesen Jahres könnte Manhattan dabei um eine echte Attraktion reicher sein. New York baut einen neuen Park, und zwar im Hudson River. Der "Little Island" genannte Park ist ca 15.000 Quadratmeter groß und soll spätestens im Sommer 2021 eröffnet werden.

Die künstliche Insel vor der Westseite Manhattans steht komplett auf großen und unterschiedlich hohen Betonstelen, deren Form an Tulpen erinnert, die auf dem Wasser schwimmen. Durch die unterschiedliche Höhe entsteht eine Gartenlandschaft mit künstlichem Gefälle. Geplant ist ein umfangreicher Bewuchs mit Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen.

Auf "Little Island" sollen - sobald es wieder möglich ist - Open-Air-Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden. Dafür wird im Park ein 750 Zuschauer fassendes Amphitheater errichtet.

Übrigens: Auf Grund seiner besonderen Lage vor dem Ufer Manhattans bietet »Little Island« sicher auch einen guten Blick auf die berühmte Skyline von Manhattan.

Finanziert wird das ganze Projekt von einem Milliardär mit dem Namen Barry Diller. Ehrlich gesagt, kannte ich Herrn Diller bisher nicht.

Die unmittelbaren Anwohner sind allerdings nicht nur begeistert von der "Spende" des Herrn Diller an die Stadt New York. Kritiker des Projektes befürchten, die Bauweise könnte Wasserlebewesen schaden. Einige Anwohner stören sich auch daran, dass das Projekt ohne ihre Beteiligung und Mitsprache verwirklicht wird. So wurden tatsächlich auch mehrere Klagen gegen das Projekt eingereicht.

Wir ihr euch vorstellen könnt, stellt die besondere Lage im Hudson River die Ingenieure vor etliche Herausforderungen: Die im Park und im Flussbett verankerten Betonstelen müssen dabei nicht nur den Stürmen und dem Hochwasser widerstehen, sondern auch den Eisschollen, die in einem besonders kalten Winter über den Hudson River treiben können. Die Baukosten des Projekts werden wohl statt der zunächst veranschlagten 35 Millionen Dollar laut New York Times eher bei 200 - 250 Millionen Dollar liegen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon, den Park bei meinem nächsten New York Besuch zu erkunden.

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